Bei der konventionellen Entwicklung von Informtionssystemen wird der Datenbankentwurf getrennt von der Anwendungsprogrammierung vorgenommen. Das objektorientierte Paradigma hebt diese klassische Trennung auf. Der zentrale Begriffs ist dabei das Objekt als Einheit von Struktur und Verhalten. In dem vorliegenden Text zeigen wir, daß objektorientierte Techniken auch für die Problematik des Entwurfs von Benutzungsschnittstellen gewinnbringend eingesetzt werden können. Dabei verstehen wir unter der Spezifikation einer Benutzungsschnittstelle nicht deren konkretes Aussehen, sondern vielmehr die Beschreibung des Verhaltens potentieller SystembenutzerInnen auf hoher Abstraktionsebene. Die Ausführungen beruhen auf Ergebnissen einer großen Fallstudie, die als Kooperation der Abteilung Datenbanken mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt Braunschweig durchgeführt wurde.